eigenen blog erstellen

Erfolgreich einen eigenen Blog erstellen! Dein Ratgeber von A-Z

Herzlichen Glückwunsch! – Du möchtest deinen eigenen Blog erstellen und damit erfolgreich durchstarten. Ich habe mit dem Bloggen im Jahr 2014 begonnen. Meine Erfahrungen als Blogger habe ich diesem Ratgeber zusammengefasst.

Doch bevor du deinen ersten Blog-Artikel posten kannst, sind eine Reihe von Fragen zu beantworten und Vorarbeiten zu erledigen. Ich zeige dir von A bis Z, wie du deinen Blog erstellst und erfolgreich erste Artikel veröffentlichst. 

Erfolgreich einen eigenen Blog erstellen

Exkurs – Warum Bloggen so beliebt geworden ist?

Neben dem klassischen Betreiben einer Webseite erfreut sich vorrangig das Bloggen einer steigenden Beliebtheit. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen: 

  • Die bestimmende Größe des Internets sind Suchmaschinen. Suchmaschinen (Google) lieben neue Inhalte, und allein deswegen ist Bloggen ein großartiges Werkzeug zur Suchmaschinenoptimierung (SEO).
  • Kunden und Klienten können einfach über Neuigkeiten auf dem Laufenden bleiben. Je öfter Menschen deinen Blog lesen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie für Produkte und Dienstleistungen Geld ausgeben.
  • Ein Blog ermöglicht es dir Vertrauen (Domain Authority) und eine Beziehung zu deinen Kunden aufzubauen. Du kannst dich und dein Wissen präsentieren und baust damit automatisch weitere Expertise und Glaubwürdigkeit auf. 
  • Mittels Kommentaren kannst du mit deinen Lesern interagieren. Sie können dich, dein Unternehmen oder deine Dienstleistung dabei schnell kennenlernen und du schaffst dadurch eine optimale Basis für eine langfristige Kundenbeziehung.
  • Blogs können monetarisiert verdienen. Neben deinen Produkten oder Dienstleistungen kannst du mit deinen Blog-Inhalten weitere Einnahmen generieren, bspw. durch Werbung und Affiliate-Marketing.
  • Bloggen ist flexibel, mobil, aktuell und ortsunabhängig. Das macht es für eine wachsende Zielgruppe zu einem interessanten Medium.

Das richtige Blog Thema und die richtige Domain wählen

Die zentrale Frage für deinen Erfolg. Mit welchem Thema kannst du als Blogger erfolgreich sein? Dafür solltest du dir folgende Fragen beantworten:

  • Gibt es ein oder mehrere Themen, in denen du dich gut bis sehr gut auskennst?
  • Könntest du dir vorstellen das Thema (Hobby) zum Beruf zu machen und den ganzen Tag darüber zu schreiben?
  • Wärst du bereit, neben den Artikeln, auch Bücher, Videos und Podcasts zu produzieren?

Wenn du auf diese Fragen entsprechend positive Antworten hast, folgt der eher wirtschaftliche Teil der Analyse.

  • Möchtest du deinen Blog nebenberuflich oder hauptberuflich betreiben?
  • Wie viel Zeit kannst du wirklich für deinen Blog aufwenden?
  • Bietet dein Thema genug Stoff, um mindestens einen Artikel pro Woche zu veröffentlichen?
  • Bietet dein Thema / deine Nische genug Potenzial für eine erfolgreiche Monetarisierung des Blogs?

Wenn du alle Fragen mit Ja beantworten kannst, dann hast du dein Blog-Thema gefunden.

Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass deine Artikel auf Seite 1 bei Google ranken. Es ist leider nicht allein mit der Content-Erstellung getan. Erfolgreich Bloggen im Jahr 2022 bedeutet:

  • Deine Nische muss so viele Themen / Potenzial aufweisen, dass du mehrere 100 Artikel veröffentlichen kannst
  • Hast du ein Alleinstellungsmerkmal, welches du in ein Google Ranking auf Seite 1 umwandeln kannst? 

Die Antworten auf diese Fragen sind primär dann von Bedeutung, wenn dein Blog mehr als nur ein Hobby für dich sein soll.

Domain Name

Der nächste wichtige Faktor ist die Auswahl deines Domain-Namens. Idealerweise sollte er folgende Kriterien erfüllen:

  • Er sollte klar und einprägsam sein
  • Umlaute sollten vermieden werden
  • Dein Thema sollte sich im Blognamen widerspiegeln

Wenn du mit deinen Blog Geld verdienen möchtest kann es hilfreich sein, deinen Domain-Namen nicht zu themenspezifisch zu wählen. 

Wenn du beispielsweise über Reisen und im Speziellen über Reise-Kreditkarten schreibst, so ist eine Domain, wie www.reise-kreditkarten.de sehr passend. Wenn du jedoch allgemeiner über Reisen und Urlaub schreiben möchtest, ist ein breiterer Ansatz wie www.reiseblog.de besser geeignet. Sofern du ein internationales Publikum mit einbeziehen möchtest, kann auch eine Domain wie www.travelfoodandleisure.com das Thema abdecken.

Allerdings solltest du aus dem Domain-Namen keine Wissenschaft machen. Domains können geändert und umgezogen werden. Das Blog-Thema genießt hier eindeutig eine höhere Priorität.

Blog erstellen – Technische Umsetzung

Um deinen Blog im Netz betreiben zu können, benötigst du eine Software (CMS) und einen Hostinganbieter für deine Domain.

Den passenden Hostinganbieter auswählen

Vor der Auswahl steht die Grundsatz-Entscheidung an, ob du deinen Blog „selbst“ hosten oder ihn bei einem fremden Anbieter komplett mieten möchtest.

Anbieter, wie wordpress.com, bogger.com, tumblr.com und Jimdo bieten dir eine kostenlose Möglichkeit, schnell deinen Blog zu veröffentlichen. Wenn du lediglich schnell eine Webseite online stellen möchtest, eine Monetarisierung keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt und auch Design und Funktionalität nicht im Vordergrund stehen, dann ist das eine brauchbare Alternative.

In allen anderen Fällen, wie

  • du willst deinen Blog professionell betreiben,
  • du willst deinen Blog monetarisieren,
  • du legst Wert darauf, dass deine Beiträge auch dir gehören,
  • du möchtest ein individuelles Design für deinen Blog (Themes),
  • du willst deinen Blog um zusätzliche Funktionen erweitern (Plugins),

 ist es mehr als angeraten, deine Website bei einem Hoster zu installieren und zu hosten. 

In Deutschland gibt es eine Reihe von Hosting Anbietern. Neben großen Anbietern, wie IONOS, DomainFactory, HostEurope, Strato oder One.com, gibt es auch kleine mittelständische Firmen wie Netcup oder webgo.

Wichtig bei der Auswahl sind neben dem Preis, eine einfache Installation und Wartung des CMS, schnelle Ladezeiten und wenige Downtimes und vor allem ein guter Kundensupport.

Ich hoste Blogs sowohl bei DomainFactory, Netcup als auch bei webgo. Jeder Anbieter hat individuelle Stärken und Schwächen. Persönlich bin ich mit allen zufrieden. Nachfolgend stelle ich euch drei Pakete für Einsteiger vor. Sie eignen sich für den schnellen und unkomplizierten Start deiner Website.

BestE Wahl

Webgo

  • Tarif: Starter
  • Preis: 6 Monate EUR 0,00 / EUR 7,95 /Monat
  • Speicher: 25 GB Webspace
  • 1 Domain + 1 SSL Zertifikat
  • 1 Klick Einrichtung

Preis-/Leistung

Netcup

  • Webhosting 1000
  • Preis: EUR 1,99 / Monat
  • Speicher: 25 GB Webspace / 25 GB Mailspace
  • 1 DE-Domain + 1 SSL Zertifikat
  • 1 Klick Einrichtung

Premium

Domain Factory

  • Webhosting Professional
  • Preis: EUR 9,99 / Monat
  • Speicher: 100 GB Webspace / 100 GB Mailspace
  • 1 Domain + 1 SSL Zertifikat
  • 1 Klick Einrichtung

Das passende CMS wählen 

Ein Content-Management-System (CMS) ist eine Software, die zur Erstellung und Verwaltung von Inhalten – in Text-, Bild-, Video- oder sonstiger Form – verwendet wird. CMS werden vor allem zum Betreiben von Websites eingesetzt. Es gibt eine Reihe verschiedenster Content-Management-Systeme, die teils kostenlos, teils kostenpflichtig sind. 

Überdies stellen Anbieter, wie IONOS, Homepage Baukasten Systeme bereit, mit denen du deine Website erstellen und veröffentlichen kannst.

 Eindeutiger Marktführer ist WordPress (wordpress.org), denn 

  • WordPress ist kostenlos,
  • WordPress ist einfach zu installieren und administrieren,
  • WordPress ist einfach zu bedienen,
  • WordPress hat eine riesige Community,
  • für WordPress gibt es unzählige Themes,
  • für WordPress gibt es unzählige Plugins, 
  • WordPress ist dank Plugins nicht nur ein Blogsystem, sondern ein mächtiges CMS für nahezu alle Anwendungsfälle.

 Deshalb ist WordPress die ideale Blog-Software sowohl für Anfänger als auch Profis.

WordPress installieren

Du kannst WordPress, 

  1. über einen WordPress Installer installieren, wenn dein Hoster diese Funktion anbietet oder,
  2. WordPress auf deinen Webspace hochladen und händisch installieren.

Die von mir vorgestellten Anbieter unterstützen die Installation auf ihren Benutzeroberflächen. In der Regel sind nur wenige Mausklicks notwendig und du wirst per Menü geführt. Je nach Anbieter sind die Routinen zur Erstellung verschieden. 

Daten, die du in der Regel in jedem Fall angeben musst, sind: 

Domain, Blog-Titel, E-Mail-Adresse, WordPress-Passwort, Datenbankname, Datenbankpasswort, Benutzer und Benutzer-Passwort.

Nach der Installation steht dir dann WordPress als CMS zur Verfügung.

Je nach Hosting Anbieter kann die Installation mit einem oder mehreren Mausklicks abgeschlossen werden. Hierzu kann man keine allgemeine Beschreibung abgeben, es ist vom Provider abhängig.

WordPress für den laufenden Betrieb einrichten

WordPress benötigt ein Theme (Designvorlage) zur Anzeige der Inhalte im Internet. Von Hause aus bringt WordPress mehrere Themes mit, die einfachen Ansprüchen genügen. 

Im Netz findest du viele Themes, die entweder kostenlos genutzt werden oder in einer kostenpflichtigen Variante zur Verfügung stehen.

Bei der Auswahl deines Themes ist Folgendes zu beachten:

  • das Theme sollte zu deinem Blog passen und leicht anpassbar sein,
  • es sollte kurze Ladezeiten aufweisen,
  • es sollte zukunftssicher sein und regelmäßig aktualisiert werden. 

Ob du ein fertiges Theme installierst und anpasst oder mit einem Pagebuilder ein eigenes Design erstellst, hängt im Wesentlichen von dir ab. Allerdings nützt das beste Design nichts, wenn die Inhalte nicht ranken. Daher gilt: Content ist King – das Design deines Blogs kann immer angepasst werden.

Ich bin im Jahr 2014 mit einem Theme von Elmastudio gestartet und habe dann sehr lange das MH Magazin Theme genutzt. WordPress hat sich jedoch rapide weiterentwickelt. Block-Themes (auch Full Site Editing Themes oder FSE Themes genannt) sind eine neue Generation von WordPress-Themes, die ausschließlich aus Blöcken aufgebaut sind. Der Vorteil daran ist, dass du als WordPress-Nutzer so alle Bereiche deiner Webseite im WordPress Block-Editor bearbeiten kannst.

Daher bin ich zu Kadence WP gewechselt und bin sehr zufrieden mit dem Theme.

Die Suite Kadence WP ist ein Theme dieser neuen Generation. Kadence WP ist schnell, flexibel und mittels eigenen Blocks hervorragend erweiterbar. Sofern du kein eigenes Design entwickeln möchtest, kannst du mit den mitgelieferten Starter Templates in wenigen Stunden eine ansprechende Webseite erstellen.

Plugins – Das Tuning für deinen Blog

Plugins sind bei WordPress das Salz in der Suppe. Plugins erweitern WordPress um wichtige Funktionen und machen aus einer “Blogsoftware” ein gutes CMS. Es gibt für nahezu alle Themenbereiche Dutzende von Plugins. Allerdings sollten nur solche Plugins installiert, respektive aktiviert werden, die du auch wirklich benötigst. Jedes Plugin macht nämlich deinen Blog für deine Leser langsamer. (Ladezeiten / Pagespeed sind kritische Faktoren für das Ranking deines Blogs!)

Fragen vor der Installation von Plugins: 

  • Erfüllt das Plugin einen Zweck, den du tatsächlich benötigst?
  • Muss das Plugin eingerichtet werden und bekommst du das hin?
  • Wurde bei dem Tipp berücksichtigt, welche Plugins du bereits hast?
  • Hast du geprüft, ob dein Theme die bereits Funktion mitbringt?

Es gibt nur wenige Plugins, die du immer installieren solltest. Auf dirkhill.de nutze ich aktuell folgende Plugins:

SEO Plugins / SEO Tools

Rank Math SEO Pro

Dieses SEO Tool ist in einer Lite Version kostenlos verfügbar. Bereits diese Version verfügt über einen großen Funktionsumfang und ist eine gute Alternative gegenüber Yoast SEO. Insbesondere das Design und Handling setzt Maßstäbe. Die Pro-Version richtet sich eher an professionelle Content Betreiber.

Ahrefs SEO

Das Ahrefs SEO Plugin führt automatisch Content Scans durch und auditiert meine Seiten. Du kannst Seiten mit besonders schwacher und besonders guter Performance identifizieren, bekommst Empfehlungen für alle Artikel und hast immer einen guten Eindruck von der generellen Qualität deiner Inhalte. Hierfür ist eine Verknüpfung zu Ahrefs erforderlich. Sofern Du das kostenfreie Abo nutzt, sind deine Abfragen limitiert. Es gibt Überschneidungen zum Rank Math Pro Plugin, die ich aktuell in Kauf nehme.

Burst Statistics

Ein Statistik-Tool, welches ich in Kombination mit Complianz installiert habe. Es zeigt dir Zugriffe und Seitenstruktur im WordPress Dashboard an.

GA Google Analytics

Ein kleines und leistungsfähiges Plugin zum Verwalten der Tracking-Codes.

Datenschutz Plugins

Complianz

Das von mir präferierte Cookie-Plugin „Complianz“ bietet einen Content-Blocker, viele Gestaltungsmöglichkeiten für das Cookie-Banner, Cookie-Gruppen und einen Einrichtungsassistenten, der dich Schritt für Schritt durch den Konfigurationsprozess führt.

Mir gefällt Complianz besser als Borlabs Cookie, welches jedoch im Vergleich gleichwertig ist.

Really Simple SSL

Die Verschlüsselung deiner Website mit einem SSL Zertifikat ist ein Muss, wenn du dein Blogging Business professionell betreiben willst. Für Besucher deiner Website ist ein SSL Zertifikat ein Zeichen des Vertrauens und Suchmaschinen bevorzugen SSL verschlüsselte Webseiten in den Rankings. Das Plugin ermöglicht eine komfortable Konfiguration und Verwaltung des Zertifikats.

Datensicherung Plugins

Updraft Plus

„Backup or Die“ – Eine Webseite ohne Backup ist fahrlässig. Updraft Plus ist ein schnörkelloses und leicht zu bedienendes Datensicherungs-Tool. Schritt für Schritt kannst du deine Datensicherung durchführen. In der freien Version kannst allerdings du nur einen Ort zum Speichern (bspw. Google Drive) auswählen.

Sicherheitsplugins

Wordfence

Wordfence ist eines beliebtesten und besten WordPress Security Plugins. Es enthält Features wie eine Firewall und einen Malware-Scanner, um Cyber-Angriffe frühzeitig erkennen und wirksam abwehren zu können. Es gibt sowohl eine kostenfreie als auch eine Premium-Version.

Antispam Bee

Spam-Kommentare und Trackbacks sind mehr als lästig. Das WordPress-Plugin Antispam Bee blockiert diese. Antispam Bee ist zu 100 Prozent konform mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Limit Logins Reloaded

Eine weitere Line of Defence gegen Brute-Force-Angriffe. Es begrenzt die Anmeldeversuche Dritter und sperrt wirkungsvoll aus. Trotz Überlappungen mit Wordfence möchte ich auf dieses Plugin nicht verzichten.

Optionale und sinnvolle Plugins:

Caching Plugins

WP-Optimize

WP Optimize ist Caching Tool, welches ich in der kostenfreien Version nutze. Das Tool ermöglicht zuverlässiges Caching, die Komprimierung von Bilddateien, sowie eine Optimierung und Bereinigung deiner Datenbank. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig und dein WordPress Blog wird durch den Einsatz deutlich beschleunigt. Alternativ empfehle ich auch WP Rocket – für reines Caching eines der besten und schnellsten Plugins. 

Plugins für das Online Business

AAWP

Meine erste Wahl, wenn du mit dem Amazon Partnerprogramm Geld verdienen möchtest. Vielfältige Einstellungs- und Darstellungsmöglichkeiten machen AAWP für mich zu einem unverzichtbaren Werkzeug. Im Netz findest du eine tolle Anleitung und der Service ist schnell und unkompliziert.

Advanced Ads

Advanced Ads
(Quelle: Advanced Ads)

Ein tolles Plugin zum Verwalten deiner Banner Anzeigen. Insbesondere die Pro-Version bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit. Für Blogging Anfänger reicht die kostenfreie Version. Ich setze Advanced Ads in allen Blogs ein.

Thirsty Affiliates

Meine erste Wahl zum Verwalten von Links. Links können gekürzt, individualisiert und perfekt verwaltet werden. Für Content-Marketing und Affiliate Spezialisten ein sehr nützliches Tool.

Theme bezogen

 Plugins von Kadence WP

Kadence WP bringt eine Reihe von Plugins mit, die perfekt auf das Theme abgestimmt sind. Bevorzugt nutze ich: Kadence AMP, Kadence Blocks – Gutenberg Blocks for Page Builder Features + PRO, Kadence Cloud, Kadence Galleries,Kadence Reading Time. 

Content Strategie für Blog Artikel

Du hast deinen Blog installiert und eingerichtet. Nun kannst du deinen ersten Artikel erstellen. Inhalte sind der Atem, der deinen Blog zum Leben erweckt.

Allerdings hat sich das Bloggen in den 2020er-Jahren massiv verändert. Blogs, insbesondere erfolgreiche Blogs, sind keine Webseiten, wo du einfach nur einen Artikel schreibst und automatisch eine treue Leserschaft gewinnst. Blogs sind Google gesteuerte Webseiten, die organischen Suchverkehr benötigen, um erfolgreich zu sein. Ein Google Ranking auf Seite 2 oder schlechter bedeutet letztlich minimaler Traffic. 

Denn knapp 60 Prozent aller Klicks entfallen auf Platz 1 der Suchergebnisse, nur noch 16 Prozent auf Platz 2 und 8 Prozent auf Platz 3. Das heißt, die Nutzer vertrauen der Auswahl Googles nahezu blind und glauben fast immer, dass das beste Suchergebnis auf Platz 1 zu finden ist. (Quelle: Sistrix)

Das A und O jedes Artikels ist daher die Keyword-Recherche am Anfang. Zu wissen wonach Menschen zu deinem Thema bei Google suchen, hilft dir bei der zukünftigen Positionierung deines Blogs.

Konzentriere dich deshalb beim Schreiben deines ersten Blogbeitrags (und bei jedem weiteren) auf dein gewähltes Schlüsselwort (Keyword) und beachte folgende Punkte: 

  • Nimm das Schlüsselwort in die permanente URL deines Blogs auf.
  • Fügen das Schlüsselwort in den Titel deines Beitrags ein.
  • Fügen das Schlüsselwort in den ersten oder zweiten Absatz ein.
  • Füge das Schlüsselwort in deine Überschriften ein.
  • Füge das Schlüsselwort in deinen Blogbeitrag ein.

Achtung

Bei aller gebotenen und notwendigen Suchmaschinenoptimierung. In erster Linie schreibst du für Menschen und nicht für Maschinen. Ein kryptischer, suchmaschinenoptimierter und mit Keywords gespickter Artikel wird keinen Leser begeistern und wenig bis gar keine Backlinks gewinnen können und folglich auch kein gutes Ranking aufweisen.

Googles Algorithmen sind inzwischen derartig ausgereift, dass solche Versuche sofort erkannt und abgestraft (schlechtes Ranking) werden.

Es muss auch nicht immer das gleiche Keyword verwendet werden, damit Google den Beitrag als relevant einstuft.  

Als sehr hilfreich haben sich Tools wie Surfer SEO oder Jasper erweisen, die dich bei der Texterstellung und Optimierung unterstützen. Zur Keyword Recherche eignen sich zu Beginn Google (kostenlos) oder komfortabler Ahrefs (Top – aber teuer) oder Surfer SEO, wenn du es bereits als Assistent nutzt.

Die ersten 100 Artikel

Damit dein Blog, genauer gesagt deine Artikel, erfolgreich bei Google ranken musst du zum einen entsprechend nachhaltigen Content kreieren und zum anderen, die Artikel entsprechend aufbauen. Nachfolgend meine Ideen und Tipps für eine erfolgreiche Umsetzung.

Keyword Research

Auch wenn ich es bereits erwähnt habe, wiederhole ich es gerne, weil es so wichtig ist: Themen- und Keyword Suche stehen am Anfang jedes Artikels.

Die Analyse der passenden Keywords zu deinem Thema zeigen dir auf, was deine Leser suchen. Zu einem Thema existieren in der Regel eine Reihe korrespondierender Keywords. Sofern du sie nicht in deinem Beitrag sinnvoll einbauen kannst, kannst du sie für Folgeartikel nutzen. Der richtige Einsatz von Keywords führt zu einem besseren Ranking und in der Folge zu mehr Besuchern auf deinem Blog.

Redaktionsplan

Ein sauber strukturierter Redaktionsplan hilft dir bei der Umsetzung deiner Content-Strategie. Ein Redaktionsplan ist wie ein Tagebuch, in dem du Ideen, Gedanken und Keywords sammelst. Schritt für Schritt entsteht daraus eine Planung für zukünftige Artikel und längere Blog-Pausen werden vermieden.

Newsletter

Ein E-Mail Newsletter ist immer noch das Instrument mit der höchsten Konvertierungsrate. Mit E-Mails kannst du deine Leser direkt ansprechen und Vertrauen aufbauen. Auch wenn heute vorrangig das Marketing auf Social Media Kanälen betrieben wird, ist es eher ein flüchtiges Medium. Es wäre ein Fehler, die Integration einer E-Mail Liste nicht von vornherein mit in deine strategischen Überlegungen einzubeziehen.

Selbstmanagement

Die wichtigste Person neben deinen Lesern bist du. Dir steht nur eine begrenzte Zeit für deinen Blog zur Verfügung, daher ist es essenziell diese sinnvoll zu nützen. Typische Fehler sind:

  • Übertriebener Hang zum Perfektionismus – selbstverständlich sollte dein Blogbeitrag frei von Rechtschreibfehlern sein, aber auf der Such nach der perfekten Formulierung könnte wertvolle Zeit verloren gehen. Auch wenn der Beitrag vielleicht nicht 100 % deinen Vorstellungen entspricht, solltest du ihn posten. Er kann später immer wieder überarbeitet werden. Das gilt im übrigen auch für dein Blogdesign. Wichtig ist, dass Du in das „Doing“ kommst.
  • Zeitmanagement – dein Tag hat nur 24 Stunden. Daher ist es notwendig, Prioritäten zu setzen. Ab einem gewissen Punkt musst du Tätigkeiten abgeben, um skalieren zu können.

Mit dem Blog Geld verdienen

Als Blogger kannst du deine Blog-Plattform nutzen, um im Internet Geld zu verdienen. Die Grundvoraussetzung sind reichweitenstarke Inhalte, die Besucher zum Klick auf Affiliate-Links oder zum Kauf eines Produktes oder zum Buchen eines Kurses animieren.

Bewährt haben sich folgende Formate:

Affiliate-Marketing – eine der einfachsten und beliebtesten Möglichkeiten. Du bindest einen Link in deinen Artikel ein und bewirbst etwa ein Produkt. Wenn dein Leser auf den Link klickt und das Produkt erwirbt, erhältst Du eine Provision.

Banner Werbung – du bindest ein Werbebanner in deinen Blog ein und erhältst eine Vergütung per Klick oder Abschluss.

Sponsored Posts – du veröffentlichst einen werbenden Artikel über ein Produkt oder eine Dienstleistung und erhältst dafür eine Vergütung.

Verkauf von eigenen Produkten oder Dienstleistungen – die Königsdisziplin in der Monetarisierung deines Blogs. Hier kannst du die höchsten Deckungsbeiträge erzielen.

Was musst du tun, um mit deinem Blog erfolgreich Geld zu verdienen?

Mit einem Blog Geld zu verdienen, insbesondere so viel Geld, um damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ist ein langer und oft mühsamer Weg. Viele Blogger verlieren die Geduld und geben oft vorzeitig auf. Ich schlage dir folgende Schritte vor, die dir helfen werden, deinen Blog erfolgreich zu monetarisieren:

Schritt 1 (Startphase, ca. 6 Monate)

Analysiere dein Thema / deine Nische genau. Sammle Ideen und Erfahrung, indem du dir ein Beispiel an erfolgreichen Webseiten nimmst und analysiere deren Stärken und Schwächen.

Erstelle auf Basis deiner Keywordsuchen einen Redaktionsplan mit mindestens 25 Artikeln zu deinem Thema.

Poste jede Woche mindestens einen Artikel. 70% der Artikel sollten Ratgeber oder Reviews sein, die den Leser zum Kauf anregen. 30% können reine Infoposts sein, die für zusätzlichen Traffic sorgen.

Schaffe Dir eine einheitliche Artikelstruktur und Vorlagen (bspw. durch Blocks in Kadence WP), um deine Arbeitszeit und Prozesse zu optimieren.

Baue Dir ein Netzwerk auf und kooperiere mit Bloggern aus deiner Nische. Nutze Social-Media-Kanäle als Multiplikator. Bau deine E-Mail Liste auf und aus.

Sammle erste Erfahrungen mit Affiliate Programmen und binde diese sinnvoll ein.

Mache am Anfang alles selbst, um zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Das ist die Basis für die spätere Skalierung.

Schritt 2 (Aufbauphase ab Monat 7)

Es kann Wochen, bisweilen sogar Monate, dauern bis Google deinen Content rankt.

  • Analysiere, welche Artikel gut gelaufen sind und optimiere diese weiter.
  • Baue deinen Redaktionsplan weiter aus.
  • Beginne Tätigkeiten outzusourcen. Nutze Plattformen wie Fiverr, um Tätigkeiten wie Content-Erstellung, Videos, Social Media an Dienstleister abzugeben.
  • Optimiere deine internen Prozesse weiter, um Freiräume zu bekommen.

Neben dem Erstellen von Inhalten fallen auch eine Reihe administrativer Tätigkeiten (Finanzen, Steuern, Buchhaltung, Verwaltung) an, auf die ich in diesem Artikel nicht weiter eingehen möchte. In der Konsequenz wirst du vom Blogger zum Unternehmer.

Fazit

Einen eigenen Blog erfolgreich ins Leben zu rufen, ist problemlos möglich. Notwendig dazu sind lediglich eine Reihe von Schritten, beginnend von der Idee bis zur erfolgreichen Monetarisierung. Mein Artikel soll dir eine Hilfe auf diesem Weg sein. Ich wünsche dir viel Erfolg und freue mich auf dein Feedback.

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